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Erfolgstrainer Thomas Popiesch Krefeld Pinguine) über die Ziele des Aufsteigers in der neuen DEL-Saison

„Der Weg wird länger, anstrengender und schwieriger“

S Sportstunde 7 Min. Lesezeit · 1.486 Wörter · 22 Aufrufe Deutschland
Erfolgstrainer Thomas Popiesch Krefeld Pinguine) über die Ziele des Aufsteigers in der neuen DEL-Saison KI-bearbeitet
Foto: Oliver Dütschke
KI-generiert: Nach Angaben des einreichenden Unternehmens wurde diese Pressemitteilung ganz oder überwiegend mit generativer KI erstellt.

Krefelds Aufstiegstrainer spricht in der „Sportstunde“ über die Rückkehr der Pinguine in die DEL, die Euphorie in der Stadt, die Herausforderungen des Oberhauses und seine langfristige Vision

Rodgau/Krefeld – Die Krefeld Pinguine sind zurück in der PENNY DEL. Nach vier Jahren in der DEL2 gelang dem Traditionsverein im Frühjahr 2026 die Rückkehr ins deutsche Eishockey-Oberhaus. Cheftrainer Thomas Popiesch führte die Pinguine zur DEL2-Meisterschaft und wurde anschließend als DEL2-Trainer des Jahres ausgezeichnet.

In der neuen Ausgabe der „Sportstunde“ mit Oliver Dütschke spricht Popiesch ausführlich über die Vorbereitung auf die neue Saison, die besonderen Anforderungen der DEL, die Euphorie in Krefeld und seine langfristigen Ziele mit den Pinguinen.

„Grundsätzlich sind die Basics identisch“

Seit rund 20 Jahren arbeitet Thomas Popiesch als Trainer. An der Saisonvorbereitung hat sich für ihn trotz aller Erfahrung einiges verändert:

„Man wertet die Vorbereitung aus und dann hat man vielleicht eine Idee für das nächste Jahr, die man sich versucht mit reinzubringen. Aber grundsätzlich sind die Basics identisch. Diese Feinheiten, die dann noch dazukommen, dass man seine Mannschaft kennenlernen muss, die Neuzugänge – was ist möglich? Du kannst ja nicht mit jeder Mannschaft alles spielen.“

Für Popiesch geht es deshalb nicht darum, jedes Jahr alles neu zu erfinden. Entscheidend sei vielmehr, die Grundlagen zu erhalten und sie an die jeweilige Mannschaft anzupassen.

„Der Weg wird länger, anstrengender und schwieriger“

Mit der Rückkehr in die DEL verändern sich auch die Anforderungen an die Mannschaft:

„Wir wissen, dass in vielen Bereichen noch viel Arbeit ist. Trotzdem muss man natürlich auch ein bisschen geduldig sein. Die Spieler sollen geduldig sein, genauso muss der Staff geduldig sein. Aber grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg. Der wird dieses Jahr länger werden, der wird anstrengender werden, der wird schwieriger werden. Das ist ja dann auch die Herausforderung.“

Die Krefeld Pinguine müssen sich dabei an ein deutlich höheres Niveau gewöhnen. Gleichzeitig soll die Mannschaft nicht ihre Identität verlieren.

„Du musst dich punktuell verstärken“

Bei der Kaderplanung habe man deshalb versucht, einen Mittelweg zu finden:

„Wenn du von der DEL2 in die DEL kommst, musst du dich natürlich punktuell verstärken. Das haben wir im Sommer versucht, gerade über die Ausländerlizenzen, dass wir da den nächsten Schritt machen.“

Gleichzeitig verändern sich für einige Spieler die Rollen. Was in der DEL2 funktioniert habe, könne in der DEL nicht automatisch genauso funktionieren.

„Wenn du in der DEL2 zehnmal ein Turnover gemacht hast, wird vielleicht einmal bestraft. In der DEL wird dann fünfmal bestraft. Da muss dann eben auch ein Umdenken bei den Spielern kommen.“

Die Euphorie in Krefeld

Die Vorfreude auf die Rückkehr in die DEL ist in Krefeld enorm. Popiesch berichtet von zahlreichen Begegnungen mit Fans und einer außergewöhnlichen Stimmung im Umfeld.

„Es ist unglaublich. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, wird man permanent angesprochen. Diese Vorfreude – man hat es am Wochenende gesehen: Gegen Düsseldorf waren 6.500 im Stadion. Die Saisoneröffnung war ein voller Erfolg. Die Leute sind wirklich euphorisch.“

Doch genau diese Euphorie müsse richtig kanalisiert werden:

„Wir dürfen uns da vielleicht auch nicht zu sehr in so einen Hoch bringen, dass wir das aufs Eis in die falsche Richtung bringen. Wir müssen diese positive Stimmung nutzen. Du musst auf dem Eis eine Leistung bringen, die den Leuten Spaß macht. Und dann gibst du das zurück.“

„Jeder muss spüren: Hier wird es heute schwer“

Popiesch möchte aus der Euphorie einen echten Heimvorteil entwickeln:

„Wir wollen natürlich diese Euphorie selber, die in der Mannschaft ist, aber auch im Umfeld nutzen. Jeder, der nach Krefeld kommt, muss spüren: Hier wird es heute schwer.“

Die Krefeld Pinguine kehren nach vier Jahren DEL2 in die PENNY DEL zurück. Die Liga erteilte dem Klub im Juni 2026 offiziell die Lizenz für die Saison 2026/27.

Aufsteiger haben es immer schwerer

Popiesch sieht die Bedingungen für Aufsteiger in den vergangenen Jahren schwieriger werden:

„Jeder weiß, glaube ich, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Diese Entwicklung der letzten Jahre sieht man deutlich auch in der DEL. Deshalb wird es, glaube ich, für jeden Aufsteiger von Jahr zu Jahr schwieriger.“

Ein Problem sei auch die späte Planungssicherheit:

„Du musst es finanziell stemmen. Das Zweite ist, dass du sehr spät deine Lizenz bekommst und auch sehr spät die Kaderplanung angehen kannst. Das ist nicht optimal.“

Hinzu komme die Entwicklung der Konkurrenz. Mannschaften, die in der vergangenen Saison noch im unteren Tabellendrittel standen, hätten sich teilweise massiv verstärkt.

Der Spielermarkt hat sich verändert

Auch beim Scouting sieht Popiesch eine neue Situation:

„Der Spielermarkt ist in den letzten Jahren viel, viel schwieriger geworden. In Nordamerika verdient auch in der zweiten und dritten Liga gutes Geld, die kümmern sich mehr um ihre Spieler. Das war vor zehn Jahren einfach noch anders.“

Deshalb werde der Standort selbst zu einem wichtigen Faktor:

„Das Scouting wird enorm wichtig. Der Club muss ein Umfeld schaffen, wo sich die Spieler wohlfühlen. Der Spieler kommt nicht nur, sondern er muss es dann auch weitererzählen, dass das ein interessanter Standort ist. Also es ist viel Arbeit.“

Die DNA der Pinguine

Sportlich möchte Popiesch seine Mannschaft mit einer klaren Identität sehen:

„Wir wollen mit einem hohen Laufaufwand, mit einer hohen Aggressivität, wir müssen einfach ein mutiges Spiel in allen Bereichen spielen. Du willst sehr aggressiv, sehr offensiv spielen, aber nicht zu risikoreich.“

Die gewünschte DNA sei klar:

„Wir wollen eine aggressive Mannschaft sein, eine laufstarke Mannschaft sein, einen hohen Energielevel haben. Und dann kommen automatisch die Sachen, die die Spieler auszeichnen.“

Gleichzeitig müsse das Spiel attraktiv sein – am Ende zähle aber das Ergebnis:

„Wir wollen den Leuten, die gerade kommen, Spaß bereiten. Spaß bereitet zum Anfang mit einem attraktiven Spiel. Aber ganz zum Schluss ist es ganz einfach: Du musst Spiele gewinnen.“

Erfahrung im Trainerteam

Um die Anforderungen der DEL zu bewältigen, haben die Pinguine auch ihren Trainerstab verstärkt. Thomas Dolak wurde neuer Co-Trainer.

Popiesch erklärt, warum zusätzliche Erfahrung für ihn so wichtig ist:

„Es ist so komplex. Du bekommst so viele Werte. Du musst so viel auf Details achten. Diese Basicsysteme sind, glaube ich, überall gleich. Jetzt geht es wirklich um die individuellen Details.“

Und auch als Headcoach wolle er nicht derjenige sein, der alle Antworten alleine liefert:

„Es ist wichtig für mich als Headcoach, dass auch die Assistenzcoaches selber Ideen mit reinbringen, wo man diskutieren kann. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Gutes Input, gute Informationen, gute Ideen – die sind unheimlich interessant und wichtig.“

Keine Ehrfurcht vor Mannheim, München oder Berlin

Auch vor den großen Namen der Liga soll seine Mannschaft nicht zurückschrecken:

„Wir wissen schon, was wir können. Trotzdem müssen wir jetzt sauberer, strukturierter spielen, Fehler minimieren und risikoärmer mit der Scheibe spielen. Aber ohne Scheibe zum Beispiel weiter viel Laufarbeit und viel Aggressivität.“

Popiesch wolle deshalb nicht, dass seine Spieler vor den großen Gegnern erstarren:

„Ich habe nicht das Gefühl, dass da der eine oder andere in Ehrfurcht erstarrt. Die Spieler wissen schon, was sie können.“

Ein emotionaler Saisonstart

Besonders speziell wird der Start in die neue DEL-Saison. Am 18. September empfangen die Krefeld Pinguine die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven – Popieschs langjährigen ehemaligen Klub.

Für den Trainer wird das ein emotionaler Moment:

„Das ist für mich natürlich extrem noch so ein emotionaler Moment. Ich habe super Erinnerungen an Bremerhaven und bin da auch heute noch extrem dankbar, was Bremerhaven mir damals für eine Chance gegeben hat. Von daher ist es einfach eine emotionale Geschichte für mich.“

Im Mittelpunkt soll aber schnell wieder der sportliche Alltag stehen.

„Wir wollen irgendwann eine Playoff-Mannschaft werden“

Popiesch denkt trotz aller Herausforderungen langfristig:

„Wir wollen natürlich jetzt erstmal versuchen, diese Liga zu halten und in den nächsten Jahren hier wirklich eine Mannschaft aufzubauen, eine Struktur aufzubauen, wo wir dann auch nicht mehr sagen: Wir spielen gegen den Abstieg. Vielleicht dann wirklich sagen: Wir wollen eine Playoff-Mannschaft werden.“

Dabei setzt er auf einen schrittweisen Aufbau:

„Das ist Schritt für Schritt auch ein Prozess. Ich bin da völlig optimistisch, weil so viele gute Leute hier vor Ort sind, dass wir den Weg gut gehen können.“

Die Rückkehr der Krefeld Pinguine in die DEL ist damit für Popiesch nicht das Ende einer Entwicklung, sondern deren nächstes Kapitel. Die Saison 2026/27 soll zeigen, ob es gelingt, die Euphorie in nachhaltige sportliche Entwicklung umzuwandeln.

Die komplette „Sportstunde“ mit Thomas Popiesch ist jetzt zu hören, überall abrufbar, wo es Podcastts gibt.

„Sportstunde“ ist der Podcast von Oliver Dütschke mit Gesprächen über Menschen, Geschichten und Themen aus der Welt des Sports.

 

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Original-Inhalt von Sportstunde und übermittelt von Oliver Dütschke

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