Wochenrückblick KW 38-2026! Die Fed gewinnt - aber nur auf Zeit!
Fed und Bank of Japan erhöhen die Zinsen, doch Öl und Renditen bleiben hoch. Gold und Silber gewinnen - die Entspannung an den Märkten könnte nur von kurzer Dauer sein.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die Botschaft dieser Börsenwoche ist klar: Die US-Notenbank hat den Märkten eine Atempause verschafft - den Kampf gegen Inflation und hohe Renditen aber noch lange nicht gewonnen. Die erste Zinserhöhung der Federal Reserve seit 2023 brachte zunächst Ruhe in den Anleihehandel und drückte auch den Ölpreis.
Doch die Erleichterung hielt nicht bis zum Wochenschluss. Vor allem Europas Börsen gingen nahe ihren Wochentiefs aus dem Handel, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen am Freitag erneut über 5 % stieg. Die Fed hat Zeit gekauft, aber noch keine Entwarnung geliefert.
Fed setzt ein Signal - mehr aber noch nicht!
Wie erwartet erhöhte die Fed ihre Zielspanne um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 %. Kevin Warsh erklärte, die Notenbank habe damit einen Teil der geldpolitischen Unterstützung zurückgenommen. Das war bewusst gewählt: Die Zinserhöhung war kein einmaliger Warnschuss, sondern der mögliche Beginn einer weiteren Straffung.
Dafür sprechen auch die neuen Projektionen. Die Fed erwartet für 2026 eine PCE-Inflation von 3,7 % und eine Kernrate von 3,4 %. Beide Werte liegen deutlich über dem Ziel von 2 %. Die mittlere Zinserwartung der Notenbanker liegt Ende 2026 und Ende 2027 bei jeweils 4,1 %. Weitere Schritte bleiben damit möglich, werden aber von den kommenden Konjunktur- und Inflationsdaten abhängen.
Die Bond-Wächter sind noch nicht besiegt!
Die erste Marktreaktion…
Lesen Sie hier gerne weiter.
Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte
JS Research GmbH
Quellen: Federal Reserve - Zinsentscheidung, Fed-Projektionen, Bank of Japan, Reuters - Gold und Silber, Reuters - Anleiherenditen und Öl, Reuters - saudische Lieferungen, MarketScreener, eigener Research.
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