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Bayern und Franken erzählen: Neues Buch sucht Geschichten jenseits von Klischees - schreib mit!

H Herzsprung-Verlag 5 Min. Lesezeit · 1.026 Wörter · 47 Aufrufe Deutschland

Neues Buch erzählt von Landschaften, Menschen und Erinnerungen. Die Anthologie sucht persönliche, historische und literarische Geschichten, die Heimat in ihrer ganzen Vielfalt zeigen.

Wie klingt Heimat zwischen Bayerischem Wald, Main und Alpenrand? Was erzählen Dörfer, Städte, Landschaften und die Menschen, die dort leben oder gelebt haben? Für einen neuen Band der Reihe "Heimat erleben - Geschichten erzählen - Bayern & Franken" sucht Papierfresserchens MTM-Verlag literarische Beiträge über Bayern und Franken. Dabei darf Heimat vertraut, widersprüchlich, komisch, geheimnisvoll oder auch unbequem sein.

Da entstehen schnell Bilder im Kopf: Berge, Tracht, Biergarten und weiß-blauer Himmel. Franken? Fachwerk, Weinberge, Bratwürste und vielleicht eine mittelalterliche Altstadt. Doch eine Region besteht nicht aus ihren Postkartenmotiven. Sie besteht aus Menschen und ihren Geschichten.

Genau dort setzt das neue Anthologieprojekt von Papierfresserchens MTM-Verlag an. Unter dem Titel "Heimat erleben, Geschichten erzählen - Bayern und Franken" soll 2026 ein weiterer Band entstehen, der regionale Literatur nicht als Sammlung bekannter Klischees versteht, sondern als literarisches Mosaik.

Wenn der Schauplatz selbst Teil der Geschichte wird

Gesucht wird deshalb nicht "die typische bayerische Geschichte". Auch Franken soll nicht auf einige vermeintlich charakteristische Eigenschaften reduziert werden. Vielmehr interessieren die kleinen Ausschnitte, an denen eine Region erkennbar wird.

Das kann der Hof sein, den eine Familie seit Generationen bewirtschaftet. Die Wohnung mitten in Nürnberg, in der sich das Leben mehrerer Generationen kreuzt. Ein Wirtshaus, das plötzlich schließen muss. Ein Dorf, in das jemand nach Jahrzehnten zurückkehrt. Ein See, an dem eine entscheidende Begegnung stattfindet. Oder ein Wanderweg, auf dem etwas geschieht, das mit der erwarteten Idylle wenig zu tun hat. Manchmal genügt sogar ein Wort im Dialekt, ein bestimmtes Essen oder ein vertrautes Geräusch, um eine ganze Welt entstehen zu lassen.

"Heimat wird literarisch besonders interessant, wenn wir nicht versuchen, sie zu erklären, sondern von dem erzählen, was Menschen mit ihr verbinden", heißt es aus dem Verlag. Gerade deshalb sollen im neuen Band möglichst unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen.

Von Erinnerungen bis zum Krimi

Auch bei den literarischen Formen setzt die Ausschreibung bewusst wenige Grenzen. Persönliche Erinnerungen und autobiografisch geprägte Texte sind ebenso willkommen wie Kurzgeschichten, Gedichte und literarische Miniaturen.

Wer lieber fabuliert, kann Märchen, Fabeln oder fantastische Geschichten einreichen. Humoristische Texte und Anekdoten dürfen ihren Platz neben nachdenklichen Beiträgen finden. Auch Sagen und regionale Überlieferungen bieten Stoff für neue literarische Bearbeitungen.

Und selbst ein Verbrechen darf geschehen: Kurze Kriminal- und Spannungsgeschichten passen ebenfalls zum Konzept, sofern Bayern oder Franken darin mehr sind als ein beliebig austauschbarer Ortsname.

Denn entscheidend ist nicht das Genre, sondern die Verbindung zur Region. Und es dürfen natürlich auch persönliche Geschichten eingereicht werden.

Dialekt, Mentalität und regionale Eigenheiten

Sprache darf dabei ausdrücklich eine Rolle spielen. Bayern und Franken verfügen über zahlreiche regionale Sprachformen und Dialekte, die Figuren und Geschichten unverwechselbar machen können.

Niemand muss jedoch einen vollständigen Text in Mundart verfassen. Oft reichen einzelne Begriffe, Redewendungen oder Dialogpassagen, um sprachliche Heimat hörbar zu machen. Wichtig bleibt, dass der Text auch für Leserinnen und Leser außerhalb der jeweiligen Region verständlich ist.

Dasselbe gilt für Traditionen und Bräuche. Sie dürfen vorkommen - aber sie müssen nicht im Mittelpunkt stehen. Eine Geschichte wird nicht automatisch regional, weil darin ein bestimmtes Gericht gegessen oder ein Volksfest besucht wird. Interessanter ist, welche Bedeutung solche Dinge für die Figuren haben.

Auch die dunkleren und stilleren Seiten gehören dazu

Heimatliteratur muss nicht idyllisch sein. Bayern und Franken haben wie jede Region Geschichten von Aufbruch und Verlust, gesellschaftlichem Wandel, Krieg und Nachkriegszeit, Migration, wirtschaftlichen Veränderungen und persönlichen Brüchen. Auch darüber darf geschrieben werden.

Eine Familiengeschichte kann sich mit einem lange verschwiegenen Ereignis beschäftigen. Eine Erzählung kann von jemandem handeln, der die vermeintliche Heimat verlassen möchte. Ein Text darf fragen, wem Heimat eigentlich gehört - oder ob man mehrere Heimaten gleichzeitig haben kann.

Daneben ist Platz für das Leichte: für schräge Nachbarn, Familienanekdoten, Dorfgeschichten, Missverständnisse, erste Lieben, besondere Freundschaften oder jene Begebenheiten, die noch Jahrzehnte später bei jedem Familientreffen erzählt werden.

Ein literarisches Mosaik aus vielen Regionen

Mit "Heimat erleben - Bayern und Franken" möchte Papierfresserchens MTM-Verlag diese unterschiedlichen Facetten in einem gemeinsamen Buch zusammenführen.

Der neue Band knüpft an das bestehende Konzept der Reihe an und entwickelt es weiter. Nicht Vollständigkeit ist das Ziel. Kein einzelnes Buch könnte Bayern und Franken in ihrer regionalen, kulturellen und historischen Vielfalt vollständig abbilden.

Stattdessen soll aus vielen individuellen Beiträgen ein Mosaik entstehen: Jede Geschichte fügt einen kleinen Ausschnitt hinzu, jede Autorin und jeder Autor einen eigenen Blick.

Vielleicht führt dieser Blick in den Bayerischen Wald oder nach Oberfranken, nach München, Nürnberg oder Würzburg. Vielleicht an einen See, in ein Dorf, auf einen Bauernhof, in eine Vorstadtsiedlung oder auf einen Berg. Vielleicht spielt die Geschichte heute - vielleicht vor vielen Jahrzehnten.

Voraussetzung für die Teilnahme ist lediglich, dass Bayern oder Franken im Beitrag tatsächlich erkennbar werden: als Schauplatz, als Herkunft, durch Menschen und Sprache, durch eine Erinnerung oder auch nur als feine, aber bedeutsame Spur innerhalb der Geschichte.

Die Ausschreibung richtet sich an Menschen, die bereits veröffentlichen, ebenso wie an Schreibende, die erstmals einen eigenen Beitrag für eine Anthologie einreichen möchten.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Herzsprung-Verlag GbR
Herr Thorsten Meier
Mühlstr. 10
88085 Langenargen
Deutschland

fon ..: 0049 179 2071404
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email : info@herzsprung-verlag.eu

Papierfresserchens MTM-Verlag ist ein unabhängiger Verlag mit Schwerpunkt Anthologien sowie besonderen Buchprojekten. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 engagiert sich der Verlag insbesondere für die Förderung junger Autorinnen und Autoren und veranstaltet regelmäßig internationale Schreibwettbewerbe. Der Herzsprung-Verlag ist ein Imprint.

Zum Verlagsprogramm gehören Kinder- und Jugendbücher, Geschichten- und Gedichtsammlungen, Ratgeber, Mitmachbücher, Kalender und regionale Literaturprojekte. Mit Reihen wie "Heimat erleben - Geschichten erzählen" verbindet der Verlag Literatur mit Landschaft, Geschichte und regionaler Kultur.

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