Fr, 6. Nov 🇩🇪 DE 🌐 EN DE Preise
AD-HOC Aktuelle Ad-Hoc-Meldungen: 10:49 Locken auffrischen statt neu waschen: Warum ein Refresh nicht die ganz.... 10:42 "Smart East 2.0": Der Alte Schlachthof in Karlsruhe soll Klimaquartier.... 10:15 BookFriday: Eine unabhängige Verlagsidee setzt ein starkes Zeichen im.... 10:05 13-mal SpaCamp: Perspektivwechsel in der Wellnessbranche?. 09:42 KnowScapes für Shopify: Wenn KI nicht nur Produkte findet, sondern Kun.... 09:38 CIS Club baut seine internationale Zusammenarbeit aus. 09:35 Google-Bewertungen: Wo die Plattform-Durchsetzung endet - und das Äuße.... 09:32 Affiliate-Marketing 2027: Fünf Trends, die Publisher kennen sollten.
Sonstiges Für Wirtschaftsjournalisten

"Smart East 2.0": Der Alte Schlachthof in Karlsruhe soll Klimaquartier werden

F fokus.energie e.V. 5 Min. Lesezeit · 1.051 Wörter · 21 Aufrufe Deutschland

Ein Karlsruher Reallabor untersucht die Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität - im Bestand. So kann ein Modell für die Energiewende in urbanen Bestandsquartieren entstehen.

Wie kann die Energiewende dort gelingen, wo Menschen arbeiten, Kultur erleben und Unternehmen ihren Alltag gestalten - in einem gewachsenen Quartier mit unterschiedlichen Gebäuden und Energiebedarfen? Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Projekt "Smart East 2.0" setzt genau hier an: Für den Alten Schlachthof im Karlsruher Osten wird untersucht, wie ein vernetztes Klimaquartier gestaltet werden könnte, in dem Strom, Wärme und Mobilität intelligent zusammenspielen und gemeinsam genutzt werden.

Vom Reallabor zum vernetzten Energiesystem

Ziel des Reallabors ist es, Energie effizienter zu nutzen, erneuerbare Energien besser einzubinden und die gemeinschaftliche Versorgung im Quartier zu erproben. Zugleich soll ein übertragbares Modell für die Energie- und Wärmewende in anderen Städten entstehen. "Smart East 2.0" knüpft an die Erfahrungen des Vorgängerprojekts "Smart East" an, das in der Oststadt die intelligente Vernetzung von Stromversorgung und Elektromobilität in den Mittelpunkt stellte. Mit dem Alten Schlachthof rückt nun ein weiteres Karlsruher Quartier in den Fokus. Das rund 72.000 Quadratmeter große Areal vereint Kultur- und Kreativwirtschaft, Gewerbe und Veranstaltungsorte.

Wenn Energie im Quartier zusammenspielt

"Gerade diese Mischung macht es zu einem geeigneten Reallabor für neue Lösungen der urbanen Energiewende", betont Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Die entscheidende Weiterentwicklung: Neben Strom und Mobilität wird nun auch die Wärme im Zuge der Untersuchung systematisch in das Energiemanagement integriert, koordiniert und marktorientiert optimiert. Es soll dargestellt werden, wie sich Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, elektrische und thermische Speicher, Klimatisierung, Ladeinfrastruktur und Fernwärmeanschlüsse miteinander vernetzen lassen und aufeinander abgestimmt werden können. So lassen sich Energieerzeugung und -verbrauch ganzheitlich betrachten und Flexibilitätspotenziale erschließen, die bislang häufig ungenutzt bleiben.

Die Konsortialleitung des Projekts übernimmt das FZI Forschungszentrum Informatik, weitere Verbundpartner sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Stadtwerke Karlsruhe mit der Badischen Energie-Servicegesellschaft mbH (BES) sowie fokus.energie e.V.

Wärme wird zum aktiven Teil der Energiewende

Im Zentrum steht die Entwicklung eines Energiesystems, das nicht nur den Eigenverbrauch im Quartier optimiert, sondern auch auf die Anforderungen des Stromnetzes und des Energiemarktes reagieren kann. Heizen und Kühlen spielen dabei eine besondere Rolle: "Wärmepumpen, Speicher und die thermische Trägheit von Gebäuden sollen gezielt zur Flexibilisierung beitragen. Die Innovation liegt darin, Strom, Wärme und Mobilität nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre Flexibilität für das gesamte Quartier nutzbar zu machen", so Projektinitiator Dr.-Ing. Christoph Schlenzig von der SVB Strategie & Vision GmbH. Über ein intelligentes Energiemanagement können Erzeugung, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abgestimmt werden. Zugleich sollen die im Quartier verfügbaren Flexibilitätspotenziale gebündelt und über die Anbindung an ein virtuelles Kraftwerk auch außerhalb des Areals nutzbar gemacht werden. Damit verbindet "Smart East 2.0" die lokale Energieversorgung mit den Anforderungen eines zunehmend dynamischen Energiesystems.

Energie gemeinsam nutzen

"Smart East 2.0" setzt jedoch nicht allein auf Technik. Das Projekt erprobt auch, wie sich erneuerbare Energie gemeinschaftlich nutzen lässt. Im Alten Schlachthof könnte dafür eine sogenannte "Energy Community" entstehen. Im Rahmen des gesetzlichen Energy-Sharing-Modells werden die technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen für eine gemeinschaftliche Energienutzung im Quartier untersucht.

Dabei kommt es auf die Menschen vor Ort an: Unternehmen, Kulturschaffende, Mieterinnen, Mieter und weitere Akteure sollen in den Transformationsprozess eingebunden werden. Beteiligungsformate und Beratungsangebote sollen zudem helfen, Einsparpotenziale zu erkennen, Hemmnisse abzubauen und tragfähige Lösungen für den Quartiersalltag zu entwickeln.

Modell mit Strahlkraft für andere Städte

Der Alte Schlachthof bietet für das Projekt gute Voraussetzungen: Unterschiedliche Nutzungen, vorhandene Gebäude, teilweise ältere Heizsysteme und bislang noch ausbaufähige Photovoltaik- und Ladeinfrastruktur stellen das Projekt vor typische Herausforderungen vieler urbaner Quartiere.

Um die Energiewende im Bestand praktisch voranzubringen, sollen mögliche Investitionen in Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmeversorgung und Ladeinfrastruktur mit einem übergreifenden digitalen Energiemanagement zusammengeführt werden. "Smart East 2.0" setzt deshalb auf die konkrete Umsetzung und den Betrieb von Anlagen statt allein auf Konzepte und Simulationen oder eine projektspezifische Sonderlösung! Die entwickelten technischen Lösungen, Betriebsstrategien und Geschäftsmodelle sollen sich auf andere gemischt genutzte Bestandsquartiere übertragen lassen, damit innovative Konzepte in die Fläche kommen. "Das Projekt setzt Impulse für die kommunale Wärmeplanung, die Dekarbonisierung von Gebäuden und die netzdienliche Nutzung lokaler Energien", so Ministerin Walker.

Assoziierte Partner des Projekts

Eingebunden in "Smart East 2.0" sind dazu - als assoziierte Partner - ausgeschlachtet e.V., BGV Badische Versicherungen, BEnKA - BürgerEnergie Karlsruhe eG, K³ Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe, Karlsruher Fächer GmbH, KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH, Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., Stadtmobil CarSharing GmbH & Co. KG, SUBSTAGE Karlsruhe e.V., TechnologieRegion Karlsruhe GmbH und TOLLHAUS Freier Kulturverein e.V.

Öffentlicher Auftakt

Am Donnerstag, 12. November 2026, wird ab 17.30 Uhr im Tollhaus Karlsruhe "Smart East 2.0" im Rahmen der "RegioCOP31 Karlsruhe" ( www.regiocop-karlsruhe.de ) erstmals öffentlich vorgestellt (Programm und Anmeldung dazu unter https://eveeno.com/251591876 ). Dann erhalten Interessierte Einblicke in Ziele und Ansätze des Projekts und erfahren, wie der Alte Schlachthof in Karlsruhe zum Modell für ein intelligentes, gemeinschaftlich organisiertes Klimaquartier werden kann. Das Projekt startete am 1.10.2026 und wird drei Jahre lang gefördert.

_Die Projektseite _ _www.smart-east.de_ _ wird entsprechend aktualisiert._

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

fokus.energie e.V.
Herr Johannes Wagner
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Deutschland

fon ..: 0721 96492786
web ..: https://www.smart-east.de
email : Johannes.Wagner@fokusenergie.net

Das Energie-Netzwerk fokus.energie e.V. mit Sitz in Karlsruhe hat rund 130 Mitglieder, ist unabhängig und offen für jede nachhaltige Technologie zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie. Seit 2014 wird Gründerinnen und Gründern, Innovatoren, Unternehmern und Investorinnen eine vertrauensvolle Umgebung für den Austausch von Visionen und Talenten geboten. fokus.energie verknüpft zudem die starken Player in Forschung, Bildung, Mittelstand und Großunternehmen mit Ideen und Kreativität engagierter Startups. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen konkrete Projekte in den Bereichen Bildung und Unternehmertum. Dabei versteht sich der Verein als Mitmacher-Initiative, bringt Akteure aus Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik an einen Tisch. Infos rund um Aktivitäten und Projekte unter www.fokusenergie.net

Pressekontakt:

fokus.energie
Herr Johannes Wagner
Heid-und-Neu- 7
76131 Karlsruhe

fon ..: 072196492786
email : Johannes.Wagner@fokusenergie.net

Anzeige
Ende Anzeige
Pressekontakt
Johannes Wagner
fokus.energie e.V.
Hais-und-Neu-Straße 7, 76131 Karlsruhe +4972196492784 johannes.wagner@fokusenergie.net www.azuwa.org

Original-Inhalt von fokus.energie e.V. und übermittelt von connektar.de Presseverteiler

Rechtliches Anliegen

Sie haben ein rechtliches Anliegen zu dieser Mitteilung? Meldungen sind kostenlos.

Diese Mitteilung verwalten

Sie sind als Firma oder Pressekontakt dieser Mitteilung hinterlegt?

Der Anmeldelink geht an die hinterlegte Adresse:

  • j***@fokusenergie.net
Anmeldelink anfordern

Sie erhalten einen Anmeldelink per E-Mail, ein Passwort brauchen Sie nicht. Der Link gilt 15 Minuten und funktioniert nur einmal. Andere Adresse? Anmeldung per E-Mail-Link.