Kulturelles Engagement gepaart mit Tatkraft – ein Rückblick auf Korea Live 2014
Dresden, 1.10.2014. Die Kunstwerke sind verpackt und warten auf den Abtransport. Die Hallen auf dem Gelände der Zeitenströmung sind geräumt. Die Künstler aus dem fernen Südkorea haben die Heimreise angetreten. Anne-Sabine Andrieux, Initiatorin und Veranstalterin des neuartigen Kunst- und Kulturfestivals „Korea Live 2014“ zieht im Gespräch eine positive Bilanz.
Frau Andrieux, nach 16 Tagen voller farbenfroher, andersartiger und überraschender Impressionen ist "Korea Live 2014" zu Ende gegangen. Was war für Sie ...
... die größte Überraschung?
Dass sie überhaupt stattfand und mein Bruder Andreas und ich es geschafft haben, dieses Festival tatsächlich auf die Beine zu stellen. Ich habe nicht geahnt, wie viele Hürden wir überwinden müssen.
... die größte Freude?
Die vielen Danksagungen von Dresdnern Besuchern und allen Koreanern und die Aufgeschlossenheit, mit der Künstler und Besucher aufeinander zugegangen sind.
... die aufregendste Situation?
Die letzten beiden Tage vor der Eröffnung beim Aufbau, alles pünktlich hinzubekommen. Selbst nachts wurde noch daran gearbeitet.
... der fröhlichste Moment?
Die Eröffnungsfeier.
... die größte Leistung?
Der Einsatz aller Mitwirkenden – namentlich möchte ich hier besonders Andrea, Faye Chris und Joohee erwähnen – und der koreanischen und deutschen Studenten, die von Eröffnung bis zum Schließen der Ausstellung halfen, das alles klappte.
... die ungewöhnlichste Performance?
Die für mich unbekannte Sportart Taekyeon – Großmeister Ki-hyun Do und seine "Schüler" zu erleben war für mich ein aufregendes Erlebnis.
... die emotionalste Begegnung?
Die Begeisterung der Kinder, ihre Fragen über Korea, ihr Mitmachen bei den Workshops und die Standing Ovations während und nach den Konzerten.
... der lustigste Augenblick?
Die Versuche, von Deutschen und Koreanern mit Händen und Füßen die Sprachbarrieren zu überwinden und das dies tatsächlich klappte.
... ganz allgemein DAS BESTE?
Die Zusammenarbeit und das Engagement aller Künstler, Korea in Dresden und über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt zu machen. Sie haben selbst mich immer wieder überrascht mit Ihrer Freude, Ihren Sondereinlagen über das Programm hinaus.
... eine Enttäuschung?
Die Kommunikation innerhalb des Teams und nach außen hätte besser sein können.
... ein Problem?
Die genaue Uhrzeit einzuhalten, da Künstler meisten unpünktlich sind. Sie selber hatten außerdem Schwierigkeiten, Deutsche Pünktlichkeit zu verstehen. Sie leben alle fern von Uhrzeit, arbeiten oft nachts.
... eine Hürde?
Ganz klar und auf Position eins: Das Wetter. Der Außenbereich im Cadillac Carreé war mit so viel Liebe aufgebaut, hätte ein wunderbares zentrales Kommunikationszentrum sein können und der Regen hat immer wieder jeden Ansatz zunichte gemacht.
... unvergesslich?
Die gesamte Ausstellung. Die Unterstützung und der Beistand von vielen Seiten. So zum Beispiel durch den Dresdner Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert und seine Frau, die Koreanerin Su Yeon Hilbert; die vier Meisterstudentinnen der Hochschule für Musik in Dresden, die spontan ihre Unterstützung angeboten haben und und und…
... ein Grund zum Schmunzeln?
Schmunzeln musste ich über so vieles. Besonders über den Versuch aller, mich eingeschlossen, aus einer gebauten Flöte von Kim, Tae-Hyeun einen Ton herauszubringen :-).
Hier finden Sie Fotos und Videos rund um [url= https://www.facebook.com/korealivedresden?fref=ts]„Korea Live 2014“[/url]
Original-Inhalt von Jokomedia