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Kompakte Baumaschinen werden flexibler im Landschaftsbau

M Messe TV - Deutsche Messefilm & Medien GmbH 6 Min. Lesezeit · 1.286 Wörter · 40 Aufrufe Deutschland

Variable Fahrwerke, vielseitige Anbaugeräte und Elektroantriebe prägen aktuelle Baumaschinen-Neuheiten für den Garten- und Landschaftsbau. Messe.TV zeigt die Technik im Einsatz.

Baumaschinen für den Garten- und Landschaftsbau müssen häufig dort arbeiten, wo Platz knapp ist und sich die Aufgaben innerhalb eines Projekts mehrfach ändern. Aktuelle Neuheiten zeigen deshalb einen klaren Trend zu kompakten Maschinen, variablen Abmessungen und einer größeren Bandbreite möglicher Anbaugeräte. Gleichzeitig kommen batterieelektrische Antriebe in weiteren Maschinenklassen an. Messe.TV berichtet aktuell über Entwicklungen von Cat, Liebherr, Wacker Neuson, Komatsu, JCB, Bomag, Doosan Bobcat und Schäffer.

Im Garten- und Landschaftsbau beginnt die Herausforderung häufig bereits mit der Zufahrt. Bestehende Wohnbebauung, Gartentore, Garagen, Mauern oder Bepflanzungen begrenzen den verfügbaren Raum. Eine Maschine muss zunächst den Einsatzort erreichen und dort anschließend genügend Stabilität und Leistung für die eigentliche Arbeit bieten.

Hinzu kommt ein vielseitiges Aufgabenspektrum. Aushub, Materialtransport, Modellierung und Verdichtung können innerhalb desselben Projekts aufeinanderfolgen. Für Betriebe wird deshalb interessant, wie flexibel sich eine Maschine an unterschiedliche Arbeiten anpassen lässt.

Minibagger passen sich engen Baustellen an

Wie stark die Hersteller inzwischen auf beengte Arbeitsbereiche reagieren, zeigen aktuelle Minibagger. Dabei geht es nicht mehr ausschließlich darum, eine Maschine möglichst klein zu bauen. Vielmehr sollen sich ihre Abmessungen abhängig von der jeweiligen Situation verändern lassen.

Zeppelin Cat präsentierte auf der GaLaBau in Nürnberg beispielsweise den neuen Cat 301 CR. Für schmale Durchgänge lässt sich das Fahrwerk auf eine Breite von 730 Millimetern einfahren. Ist der Einsatzort erreicht, kann die Spur für einen stabileren Stand wieder verbreitert werden. Ein kurzer Hecküberstand reduziert zusätzlich den benötigten Schwenkraum.

Wacker Neuson verfolgt bei seiner neuen Minibagger-Serie einen ähnlichen Ansatz. Beim ET25 gehört ein teleskopierbares Fahrwerk zu den wesentlichen Neuerungen. Gleichzeitig lässt sich die Maschine mit mehreren Zusatzhydraulikkreisen ausstatten und damit für unterschiedliche Anbaugeräte konfigurieren.

Darin zeigt sich eine Entwicklung, die für den professionellen Landschaftsbau wichtiger sein kann als ein einzelner Leistungswert. Eine kompakte Maschine soll nicht nur durch den Zugang passen, sondern anschließend möglichst viele Arbeiten übernehmen können.

Der Minibagger entwickelt sich damit zunehmend vom reinen Grabgerät zum vielseitigen Geräteträger. Unterschiedliche Löffel, Greifer, Verdichter und weitere hydraulische Werkzeuge erweitern das Einsatzspektrum, ohne dass für jeden Arbeitsschritt eine zusätzliche Maschine auf die Baustelle gebracht werden muss.

Auch die Arbeitsbedingungen des Fahrers spielen bei den Neuentwicklungen eine größere Rolle. Verbesserte Sichtverhältnisse, veränderte Bedienkonzepte und komfortablere Kabinen sind gerade bei Maschinen relevant, in denen über viele Stunden gearbeitet wird.

Welche Lösungen die Hersteller dafür entwickelt haben, zeigt Messe.TV in der aktuellen Berichterstattung von der GaLaBau 2026 .

Elektrische Baumaschinen müssen in den Arbeitsalltag passen

Ein zweites großes Entwicklungsfeld sind batterieelektrische Antriebe. Nachdem elektrische Maschinen zunächst häufig als technologische Alternative zum Diesel betrachtet wurden, rückt inzwischen stärker die Frage in den Vordergrund, unter welchen Bedingungen sie im täglichen Betrieb sinnvoll eingesetzt werden können.

Mit dem L 507 E zeigt Liebherr einen batterieelektrischen Radlader, dessen Antriebsstrang auf das neue Energiekonzept abgestimmt wurde. Je nach Ausstattung stehen unterschiedliche Batteriekapazitäten und mehrere Möglichkeiten zum Laden zur Verfügung.

Damit verändert sich auch die Planung des Maschineneinsatzes. Bei einem Dieselgerät lässt sich innerhalb weniger Minuten Kraftstoff nachfüllen. Beim Elektroantrieb werden Standzeiten, Ladeleistung und vorhandene Stromanschlüsse zu Faktoren der Arbeitsorganisation.

Das muss kein Nachteil sein. Eine Maschine, die regelmäßig auf einen Betriebshof zurückkehrt, kann beispielsweise während längerer Standzeiten geladen werden. Auch vorhandene Photovoltaikanlagen können für Unternehmen bei der Betrachtung der Energiekosten interessant werden.

Auf wechselnden Baustellen ohne zuverlässige Stromversorgung können dagegen andere Voraussetzungen gelten. Die Frage nach dem geeigneten Antrieb lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten.

Gerade im Garten- und Landschaftsbau können batterieelektrische Maschinen jedoch zusätzliche Vorteile bieten. Arbeiten finden häufig in Wohngebieten, auf kommunalen Flächen oder in anderen Bereichen statt, in denen Geräuschentwicklung und lokale Emissionen eine besondere Rolle spielen.

Die Elektrifizierung erweitert damit vor allem die Auswahl. Diesel- und Elektroantrieb stehen für unterschiedliche Einsatzprofile, die sich je nach Baustelle und Arbeitsablauf ergänzen können.

Vielseitigkeit wird zum entscheidenden Entwicklungsziel

Die aktuellen Maschinen zeigen, dass technische Weiterentwicklung im Garten- und Landschaftsbau nicht zwangsläufig mit mehr Größe oder höheren Leistungswerten verbunden sein muss.

Im Gegenteil: Viele Neuerungen beschäftigen sich damit, vorhandene Leistung auf begrenztem Raum besser nutzbar zu machen.

Variable Fahrwerke lösen den Konflikt zwischen schmaler Zufahrt und stabilem Stand. Zusätzliche Hydraulikfunktionen erweitern die Auswahl der Anbaugeräte. Kompakte Bauformen reduzieren den benötigten Bewegungsraum. Elektrische Antriebe schaffen neue Möglichkeiten für lärmsensible oder lokal emissionsfreie Einsätze.

Diese Entwicklung passt zu den besonderen Bedingungen des Garten- und Landschaftsbaus. Anders als auf einer langfristig eingerichteten Großbaustelle können sich Arbeitsumgebung und Aufgaben häufig ändern. Heute arbeitet eine Maschine auf einem privaten Grundstück, morgen auf einer kommunalen Grünfläche und anschließend bei einem größeren Landschaftsbauprojekt.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Flexibilität und Auslastung.

Für kleinere und mittlere Betriebe kann deshalb eine vielseitige Maschine wirtschaftlich interessanter sein als ein spezialisiertes Gerät, das zwar eine einzelne Aufgabe besonders leistungsfähig erledigt, für andere Arbeiten aber kaum genutzt werden kann.

Auch die Hersteller reagieren darauf zunehmend mit modularen Konzepten. Ausstattung, Hydraulik und Anbaugeräte lassen sich stärker auf das vorgesehene Einsatzprofil abstimmen. Aus einer Baureihe können dadurch Maschinen entstehen, die trotz gleicher Grundkonstruktion für unterschiedliche Aufgaben konfiguriert werden.

Neuheiten zeigen den Wandel kompakter Baumaschinen

Die auf der GaLaBau vorgestellten Maschinen geben einen aktuellen Einblick in diese Entwicklung. Dabei sind es nicht unbedingt spektakuläre Einzeltechnologien, die für den praktischen Einsatz entscheidend werden.

Oft liegt der Fortschritt in konstruktiven Details: ein Fahrwerk, das für die Zufahrt schmaler wird, zusätzliche Hydraulik für ein weiteres Werkzeug oder ein elektrischer Antrieb, der sich in einen bestimmten Arbeitsrhythmus integrieren lässt.

Genau solche Veränderungen können darüber entscheiden, wie vielseitig eine Maschine im täglichen Einsatz tatsächlich ist.

Messe.TV greift diese Entwicklungen in Videos und redaktionellen Beiträgen auf. Die Maschinen werden direkt am Exponat vorgestellt und technische Besonderheiten im Gespräch mit den jeweiligen Fachleuten erläutert. Weitere Beiträge zu aktuellen Baggern, Radladern und anderen Arbeitsmaschinen sind im Messe.TV-Themenbereich Baumaschinen gebündelt.

Die GaLaBau liefert dafür aktuell eine große Bandbreite an Neuheiten. Der übergeordnete Trend lässt sich jedoch bereits erkennen: Kompakte Baumaschinen sollen künftig nicht einfach nur wenig Platz benötigen. Gefragt sind Maschinen, die trotz ihrer geringen Abmessungen möglichst viele Aufgaben übernehmen und sich an sehr unterschiedliche Arbeitsbedingungen anpassen können.

Damit verschiebt sich auch die Frage, was eine gute Baumaschine für den Landschaftsbau ausmacht. Neben Leistung und Wirtschaftlichkeit werden Zugänglichkeit, Vielseitigkeit und die passende Antriebstechnik zu entscheidenden Kriterien.

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