Eine Stunde Fertigungsarbeit kostet in Deutschland rund 55 US-Dollar – mehr als in den USA und über achtmal so viel wie in China
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- Bild und Angaben: Intratec Solutions LLC, eingereicht am 15. Oktober 2026
SAN ANTONIO, Texas – 14. Oktober 2026 – Eine Arbeitskraft in der Fertigung kostet einen Arbeitgeber in Deutschland rund 55 US-Dollar je Stunde, alle Arbeitgeberkosten eingerechnet. Das ist mehr als in den USA mit 50,8 US-Dollar, mehr als das Doppelte des Durchschnitts der 33 Volkswirtschaften von 26,0 US-Dollar und mehr als das Achtfache der 6,7 US-Dollar in China, so Intratecs Industry Economics & Competitiveness 2025 Annual Review. Auf dieser Basis kosten nur die Niederlande mit 55,5 US-Dollar und Belgien mit 57,1 US-Dollar mehr als Deutschland.
Das jährliche Ranking bewertet 33 Volkswirtschaften als Standorte für die Herstellung der industriellen Grundstoffe, aus denen Alltagsprodukte entstehen, von Kunststoffen bis zu Düngemitteln. Jedes Land wird auf derselben Basis über 14 Säulen gemessen – darunter Arbeitskosten, Industrieenergiepreise und Steuern – und über 7 Industrien. Die Säule Fertigungsarbeitskosten setzt die gesamten Arbeitgeberkosten ins Verhältnis zur Produktion je Beschäftigten. In dieser Wertung belegt Deutschland mit 34,6 von 100 Punkten Platz 32 von 33; nur Belgien mit 33,4 Punkten liegt dahinter, Indonesien führt mit 64,1 Punkten.
Schwach ist die deutsche Industrie nicht; es ist die Kostenbasis, die Deutschland auf Platz 21 von 33 hält, einen Platz tiefer als im Vorjahr und vier Plätze unter dem Stand von 2015. Jede Kostenposition ist hoch: Der Bau einer Anlage kostet 1,24-mal so viel wie in den USA, Arbeitgeber zahlen Lohnnebenkosten von 19 % auf die Löhne, und Industrieenergie kostet rund 22,7 US-Dollar je MMBtu – gegenüber 15,3 US-Dollar im Jahr 2020.
„Deutsche Industriebetriebe zahlen drei Jahre nach dem Schock noch immer das Anderthalbfache des Energiepreises von 2020. Und das kommt zu Fertigungsarbeitskosten hinzu, die seit 2015 in jedem Jahr zu den drei teuersten der 33 zählten. Die Preisspitze ist vorbei, das Plateau nicht“, sagt Alexandre Carvalho, Analyst für Industry Economics & Competitiveness bei Intratec.
Was Deutschland vom Tabellenende fernhält, sind industrielles Gewicht und Außenhandel: Platz 8 von 33 bei der Größe des Heimatmarktes wie bei der Industrieproduktion, Platz 4 bei den Frachtkosten, Platz 6 bei der Verarbeitungsmarge und Platz 8 bei der Einbindung in den Welthandel; bei den Rohstoffpreisen dagegen Platz 27 von 33. Die Gesamtwertung von 48,8 Punkten liegt 0,1 % über dem Vorjahr; Italien, mit ebenfalls 48,8 Punkten auf Platz 20, legte um 0,5 % zu.
Der Industry Economics & Competitiveness 2025 Annual Review umfasst alle 33 Volkswirtschaften und ist kostenlos zu lesen; die Methodik ist offen dokumentiert, und alles im Bericht darf mit Quellenangabe zitiert, grafisch aufbereitet oder weiterveröffentlicht werden.
Bericht: https://www.intratec.us/solutions/industry-economics-competitiveness/annual?src=pressekonto
Methodik: https://methodology.intratec.us?src=pressekonto
Über Intratec Solutions
Intratec Solutions – Independent Commodity, Energy & Industrial Intelligence. Intratec ist seit 2002 tätig und macht aus komplexen Rohstoff- und Industriedaten klare, vergleichbare Informationen. Seine KI-gestützten Produkte decken Preise, Marktdynamik, Produktionsökonomie und die weiteren Bedingungen ab, die die Wettbewerbsfähigkeit prägen. Mehr unter intratec.us.
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Thiago Carneiro, Senior Partner, Intratec Solutions – press@intratec.us
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