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Die 150-Euro-Falle beim externen Datenschutzbeauftragten: Kosten und Leistungen im Überblick

I ituso GmbH 6 Min. Lesezeit · 1.132 Wörter · 22 Aufrufe Deutschland

Billigangebote für externe Datenschutzbeauftragte versprechen Sicherheit zum Pauschalpreis. Die ituso GmbH zeigt, wie Unternehmen Kosten, Leistung und Nutzen realistisch bewerten.

Dachau, Oktober 2026. Wer einen externen Datenschutzbeauftragten sucht, stößt schnell auf Angebote für 99 oder 149 Euro im Monat, häufig als Komplettpaket mit Software. Für viele Geschäftsführungen klingt das nach einer erledigten Pflicht zum kleinen Preis. Die Datenschutzexperten der ituso GmbH aus Dachau bei München raten zu einer nüchternen Rechnung, bevor ein solcher Vertrag unterschrieben wird. Denn ein Name in der Datenschutzerklärung macht noch keinen funktionierenden Datenschutz.

Die einfache Rechnung hinter dem Monatshonorar
ituso empfiehlt einen schnellen Plausibilitätscheck: Das monatliche Regelhonorar wird durch einen angemessenen Stundensatz für externe Beratung geteilt. Das Ergebnis ist das Zeitkontingent, das der Datenschutzbeauftragte tatsächlich für das Unternehmen reserviert. Bei 150 Euro im Monat bleibt realistisch kaum mehr als eine Stunde. Das reicht weder für die Pflege des Verzeichnisses der Verarbeitungstätigkeiten noch für die Prüfung neuer Dienstleister, für Schulungen oder für die Begleitung einer Datenpanne.

Die Folge sieht ituso in der Praxis häufig: Nach ein bis zwei Jahren ist der Datenschutz kaum vorangekommen. Viele Unternehmen erhalten bei solchen Modellen nicht mehr als den Namen des Datenschutzbeauftragten und einige Vorlagen, die sie selbst abarbeiten sollen. Als realistischen Rahmen für Unternehmen mit geringer Komplexität nennt ituso ein Monatshonorar von etwa 300 bis 400 Euro, für das eine stabile Beratungsqualität mit langjähriger Erfahrung erwartet werden kann. Mit steigender Zahl an Mitarbeitenden und Standorten wächst die Betreuungsintensität. Seriöse Anbieter legen zudem vorab offen, welche Leistungen nicht im Basishonorar enthalten sind, etwa die Begleitung einer größeren Datenschutzpanne mit Meldung, Analyse und Maßnahmenplanung.

Was ein externer Datenschutzbeauftragter leisten muss
Die Aufgaben sind in Artikel 39 DSGVO festgelegt. Der Datenschutzbeauftragte berät die Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden, überwacht die Einhaltung der Datenschutzvorschriften, sensibilisiert und schult, berät bei Datenschutz-Folgenabschätzungen und ist Anlaufstelle für die Aufsichtsbehörde sowie für betroffene Personen. Eine Aufgabe übernimmt er allerdings nicht: Die rechtliche Verantwortung für den Datenschutz bleibt bei der Geschäftsführung, ein Weisungsrecht hat der Datenschutzbeauftragte nicht.

Warum sich die externe Lösung häufig rechnet
- Fachkunde ohne Fortbildungsaufwand: Kosten für Weiterbildung, Fachliteratur und die Arbeitszeit eines internen Beauftragten entfallen. Beim Vergleich mit einer internen Lösung zählen nicht nur anteilige Lohn- und Lohnnebenkosten, sondern auch Schulungen und Arbeitsmittel.
- Kein Sonderkündigungsschutz: Ein intern benannter Pflicht-Datenschutzbeauftragter genießt besonderen Abberufungs- und Kündigungsschutz. Mit einem externen Dienstleister gelten die vertraglichen Vereinbarungen, typische Laufzeiten liegen bei ein bis zwei Jahren.
- Keine Interessenkonflikte: IT-Leitung, Personalleitung oder Geschäftsführung scheiden als Datenschutzbeauftragte regelmäßig aus, weil sie sich selbst kontrollieren müssten.
- Vertretung ist geregelt: Bei Urlaub oder Krankheit steht in einem Team ein qualifizierter Vertreter bereit. Einzelkämpfer haben meist kein Backup.

Fünf Kriterien für die Auswahl
- Nachweisbare Fachkunde: Nicht nur "zertifiziert nach DSGVO", sondern konkret: welche Zertifizierungsstelle, welche Stufe, welche laufende Fortbildung.
- Referenzen: Ansprechpartner bei Bestandskunden, die über fachliche und persönliche Kompetenz Auskunft geben können.
- Branchen- und Größenverständnis: Wer die Abläufe im Unternehmen versteht, berät pragmatisch statt rein formal.
- Transparenz: Ein Datenschutzmanagement-Tool mit Zugriff für das Unternehmen und ein regelmäßiger Tätigkeitsbericht statt Excel-Listen und Aktenordner.
- Konkreter Startplan: Eine Bestandsaufnahme und ein Maßnahmenpaket zu Beginn statt reiner Verwaltung.

Neuer Kontext: Die Debatte um die Benennungspflicht
Zusätzliche Aktualität erhält das Thema durch die Politik. Die Bundesregierung hat in ihrer Föderalen Modernisierungsagenda vom 4. Dezember 2025 angekündigt, bis Ende 2026 eine Aufhebung von § 38 Abs. 1 BDSG einzubringen, also der Regel, nach der in Deutschland ab 20 Personen ein Datenschutzbeauftragter benannt werden muss. Aus Sicht von ituso ändert das an der Ausgangslage wenig: Alle Pflichten der DSGVO bleiben bestehen und liegen weiterhin bei der Geschäftsführung. Wer künftig freiwillig einen externen Datenschutzbeauftragten beauftragt, tut das, weil er Ergebnisse braucht. Ein Billigmodell, das vor allem einen Namen liefert, verliert damit seine Daseinsberechtigung.

ituso arbeitet deshalb mit einem aktiven Ansatz. Am Anfang steht eine ehrliche Bestandsaufnahme, etwa im Rahmen eines Datenschutz-Audits oder des Datenschutz-Beratertags, bei dem erste Themen direkt abgearbeitet und konkrete Maßnahmenpakete festgelegt werden. Als externer Datenschutzbeauftragter führt ituso die gesamte Dokumentation in einer webbasierten Datenschutzmanagement-Software, auf die Kunden jederzeit Zugriff haben. Ein Tätigkeitsbericht ist Standard, damit die Arbeit keine Black Box bleibt.

"Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance sind kein Bürokratie-Thema mehr, sondern geschäftskritisch. Die Risiken für Datenschutzpannen, und damit für Bußgelder und Reputationsschäden, sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Unternehmen tun sich jedoch schwer, einen pragmatischen und strukturierten Weg zu finden. Genau hier setzen wir an: Wir unterstützen nicht nur, wir kümmern uns aktiv darum."
Mirko Tasch, Geschäftsführer der ituso GmbH

Häufige Fragen

Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter?
Das hängt von Unternehmensgröße, Standorten und Komplexität ab. ituso nennt für Unternehmen mit geringer Komplexität etwa 300 bis 400 Euro im Monat als realistischen Rahmen. Bei deutlich günstigeren Angeboten lohnt die Rechnung "Honorar geteilt durch Stundensatz" zur ersten Bewertung.

Muss ein externer Datenschutzbeauftragter zertifiziert sein?
Die DSGVO verlangt Fachwissen und Zuverlässigkeit, aber kein bestimmtes Zertifikat. Unternehmen sollten sich die Fachkunde dennoch konkret nachweisen lassen, inklusive Zertifizierungsstelle und Fortbildung.

Haftet der externe Datenschutzbeauftragte für Datenschutzverstöße?
Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung. Eine Haftung des Datenschutzbeauftragten kommt nur in Betracht, wenn er seine eigenen Pflichten verletzt hat.

Kann man den externen Datenschutzbeauftragten wechseln?
Ja, im Rahmen der vertraglichen Laufzeiten. Anders als beim internen Pflicht-Datenschutzbeauftragten gilt kein besonderer Kündigungsschutz.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ituso GmbH
Herr Mirko Tasch
Fraunhoferstraße 9
85221 Dachau
Deutschland

fon ..: +49 8142 420 50 20
web ..: https://ituso.de/
email : info@ituso.de

Die ituso GmbH mit Hauptsitz in Dachau bei München ist seit 2015 Ansprechpartner für Datenschutz und Informationssicherheit. Das Beratungsunternehmen betreut kleine und mittelständische Unternehmen sowie Fachabteilungen unterschiedlicher Branchen und Größen in der Region D-A-CH, von Hamburg bis München und von Köln bis Dresden. Zum Leistungsspektrum gehören die Stellung externer Datenschutzbeauftragter, Datenschutzberatung und Datenschutz-Audits, der Datenschutz-Beratertag, die Stellung externer Informationssicherheitsbeauftragter sowie die Begleitung beim Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) nach ISO 27001. Die gesamte Datenschutzdokumentation der Kunden wird in einer webbasierten Datenschutzmanagement-Software geführt, auf die Kunden jederzeit Zugriff haben.

Das Team aus zertifizierten Datenschutzbeauftragten, Datenschutz- und Informationssicherheits-Auditoren, IT-Sicherheitsbeauftragten und Projektmanagern arbeitet nach dem Motto "Wir kümmern uns". Rund 75 Prozent der Neukunden kommen auf Empfehlung. Geschäftsführer sind Mirko Tasch und Florian Padberg. Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein betreut die Schwesterfirma ituso Schweiz GmbH mit Sitz in Wallisellen bei Zürich.

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