Do, 22. Okt 🇩🇪 DE 🌐 EN DE Preise
AD-HOC Aktuelle Ad-Hoc-Meldungen: 11:31 Wiesbaden: Deutlich mehr Wohnungsverkäufe, kaum Bewegung beim Preis. 11:25 Deutschland braucht Glasfaser und Bürokratieabbau. 11:20 Chinas Industrie wächst: Kritische Metalle rücken in den Fokus. 11:14 NEXCOM präsentiert KI-Robotikplattform RoboWIZ auf der NVIDIA GTC in B.... 10:20 Zeitumstellung: Mit der passenden Beleuchtung durch die dunkle Jahres.... 10:09 Online-Veranstaltungsreihe mit Schulen aus Kanada, Australien, Neuseel.... 10:05 Patricia Vivanco & Merkur präsentieren ihr erstes gemeinsames Duett: ".... 09:59 Neu bei PrintPlanet: Der MagicFoto Adventskalender verwandelt Fotos in....
Politik Für Wirtschaftsjournalisten

Deutschland braucht Glasfaser und Bürokratieabbau

I IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V. 5 Min. Lesezeit · 903 Wörter · 32 Aufrufe Deutschland

IfKom fordern, an der Resilienz der Infrastruktur muss weitergearbeitet werden und angesichts der weltpolitischen Lage wird das Thema digitale Souveränität immer wichtiger.

Ingenieurverband diskutiert mit Politik und Wissenschaft
Bundesvorstand im Amt bestätigt

"Schneller - sicherer - digitaler" lauteten die häufigsten Begriffe, als es kürzlich in Köln um resiliente und leistungsfähige Infrastruktur ging. Dort trafen sich die Delegierten aus Deutschland zur Bundesversammlung des Berufsverbandes IfKom - Ingenieure für Kommunikation . Die Podiumsdiskussion, moderiert von Andreas Hofert aus dem IfKom-Bundesvorstand, machte politische Sichtweisen, wirtschaftliche Bedeutung und Sicherheitserfordernisse sehr deutlich.

Dr. Cara Schwarz-Schilling, bis vor Kurzem Geschäftsführerin des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste, konnte zum wettbewerblich orientierten Infrastrukturausbau eine deutliche Sicht auf den Markt vermitteln. Das WIK, so betonte sie in der IfKom-Podiumsdiskussion, habe schon zu einem frühen Zeitpunkt dargestellt, dass sich Infrastrukturwettbewerb nur in dicht besiedelten Gebieten lohnen könne und dass es auch Regionen gebe, in denen ein Netz ohne Förderung nicht tragfähig sei. Nun sei man im Ausbau mit einem Flickenteppich konfrontiert, der noch weit von flächendeckenden Netzen entfernt sei. Bezeichnend war ihre Erfahrung in ihren unterschiedlichen Funktionen bei der Bundesnetzagentur und beim WIK: Erfolgreiche Ergebnisse entstanden nämlich vor allem bei guter Zusammenarbeit von Ingenieuren, Ökonomen und Juristen.

Dr. Schwarz-Schilling betonte, dass der Ausbau von flächendeckenden Netzen im Wettbewerb eine Herausforderung sei, aber der Sprung in die Glasfaserwelt mit den richtigen Rahmenbedingungen für die Kupfer-Glas Migration und einer gestaltenden, entschlossenen Regulierungsbehörde gelingen könne.

Inzwischen sind in Deutschland ca. 70% für einen Glasfaseranschluss vorbereitet (Homes Passed, Homes Connected, Homes Activated). Allerdings ist letztlich entscheidend, wieviel Kunden tatsächlich einen Glasfaseranschluss nutzen. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur sind dies von den rund 38,8 Mio. möglichen Anschlüssen lediglich 6,4 Mio. Nur diese Anschlüsse im Status homes activated, werden also genutzt und bezahlt. Mit solchen Zahlen wies Peter Stöberl, Mitglied des IfKom-Bundesvorstands, auf die noch bestehenden Herausforderungen hin. Insbesondere die Kupfer-Glas-Migration müsse im Rahmen der Regulierungsabsichten überdacht werden. Dazu fordern die IfKom - auch im Rahmen ihrer Stellungnahmen an die Politik - mehr und gezielte Informationen für Eigentümer und für die Endkunden der verbleibendenden ca. 12 Mio. Anschlüsse, die es betrifft sowie Klarheit zu den Fördermöglichkeiten.

Einig waren sich die Diskutanten, dass nicht die eine "Killerapplikation" einen hohen Bandbreitenbedarf auslöst, sondern eher die Summe einzelner Anwendungen. Für Axel Voss, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und bekannt durch seine Mitwirkung an der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, sind es Anwendungen beispielsweise im Medizinbereich, die Bandbreite, aber auch hohe Sicherheit erfordern. An der Resilienz der Infrastruktur muss weitergearbeitet werden. Zugleich werde angesichts der weltpolitischen Lage das Thema digitale Souveränität immer wichtiger. Aus seiner Sicht öffnet sich ein Zeitfenster von rund einem Jahr, in dem insbesondere in Deutschland die sichere Infrastruktur und die Digitalisierung, verbunden mit Bürokratieabbau, zügig vorangetrieben werden sollten.

Axel Voss betonte, Digitale Souveränität ohne souveräne Infrastruktur von Cloud, Rechenleistung und Chips sowie ohne souveräne oder zumindest belastbare Hard- oder Software ist eine Illusion. Der entscheidende Kampf zurzeit heißt KI. Wir müssen den digitalen Binnenmarkt vollenden und dringend eine echte Kapitalmarktunion herstellen.

Für die IfKom appellierte Reinhard Genderka insbesondere an die Politik, die Rahmenbedingungen schnellstens so zu setzen, dass sowohl der Infrastrukturausbau zügig vorankommt als auch die Digitalisierung in der Verwaltung fortschreitet. An dieser Stelle ist Deutschland durch den Föderalismus strukturell überfordert. Das zeigt sich beispielsweise beim Umgang mit IT-Anwendungen in den Kommunen. Der Abbau von Bürokratie wird nur dann erreicht, wenn Bund und Länder vollständig digitale medienbruchfreie Prozesse sicherstellen. Diese Erkenntnis aus der föderalen Modernisierungsagenda muss nach Meinung der IfKom zügig umgesetzt werden.

Die Regierungsparteien im Bund wollen die digitalen Infrastrukturen mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau bis in jede (Miet-)Wohnung entscheidend voranbringen. Dieses Ziel aus dem aktuellen Koalitionsvertrag bedarf nach Meinung der IfKom mehr Tempo, um den Aufschwung der Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen.

Die IfKom-Bundesversammlung in Köln hat zudem gefordert, die digitale Souveränität der Kommunikationsinfrastruktur in Deutschland und Europa zu stärken.

Die Delegierten bestätigten zudem die Mitglieder des Bundesvorstands in ihren Ämtern: Bundesvorsitzender: Dr. Heinz Leymann,
stellvertretender Bundesvorsitzender: Franz-Josef Müller
Bundesschatzmeister: Andreas Hofert
Bundesvorstandsmitglieder: Reinhard Genderka und Peter Stöberl

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
Deutschland

fon ..: 02305 4415056
fax ..: 02305 9679086
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Pressekontakt:

IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel

fon ..: 02305 9679087
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Anzeige
Ende Anzeige
Pressekontakt
Heinz Leymann
IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Castroper Str. 157, 44357 Dortmund 0231 93699329 info@ifkom.de www.ifkom.de

Original-Inhalt von IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V. und übermittelt von connektar.de Presseverteiler

Rechtliches Anliegen

Sie haben ein rechtliches Anliegen zu dieser Mitteilung? Meldungen sind kostenlos.

Diese Mitteilung verwalten

Sie sind als Firma oder Pressekontakt dieser Mitteilung hinterlegt?

Der Anmeldelink geht an die hinterlegte Adresse:

  • i***@ifkom.de
Anmeldelink anfordern

Sie erhalten einen Anmeldelink per E-Mail – ganz ohne Passwort. Andere Adresse? Anmeldung per E-Mail-Link.