Automatisierung im Tube Handling: Standardisieren, wo es möglich ist - anpassen, wo es notwendig ist
Nicht jeder komplexe Laborprozess erfordert eine Sonderlösung. HTI Automation verbindet bewährte Standardsysteme mit gezielten Anpassungen und individuellem Engineering für besondere Anforderungen.
Die Automatisierung von Prozessen rund um Tubes und Vials wirkt auf den ersten Blick vergleichsweise klar. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Tube Handling umfasst eine große Bandbreite sehr unterschiedlicher Anwendungen. Unterschiedliche Labware, Prozessschritte, Flüssigkeiten, Volumina, Prozessreihenfolgen und digitale Anforderungen machen die Auswahl der passenden Automatisierung zu einer anspruchsvollen Aufgabe.
Bereits bei den verwendeten Tubes und Vials gibt es erhebliche Unterschiede. Abhängig von der Anwendung variieren Größen, Geometrien, Materialien und Verschlusssysteme. Damit verändern sich auch die Anforderungen an Zuführung, Positionierung, Etikettierung sowie das Öffnen und Verschließen der Gefäße.
Gleichzeitig reicht die Bandbreite der Prozesse von einzelnen, klar definierten Arbeitsschritten bis hin zu komplexen Workflows. In manchen Anwendungen müssen Tubes lediglich etikettiert, geöffnet oder verschlossen werden. Andere Prozesse kombinieren mehrere Schritte wie Identifikation, Öffnen, Dosieren, Befüllen, Verschließen, Etikettieren, Prüfen und Sortieren.
Gewachsene Prozesse sind selten identisch
Auch die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte unterscheidet sich häufig. Viele Labor- und Produktionsprozesse sind über Jahre hinweg gewachsen und wurden schrittweise um manuelle oder semi-automatisierte Arbeitsschritte ergänzt.
So kann beispielsweise in einem Prozess zunächst etikettiert und anschließend befüllt werden, während in einer anderen Anwendung die Kennzeichnung erst nach dem Verschließen erfolgt. Hinzu kommen unterschiedliche Anforderungen an Kontrollen, Sortierung oder Dokumentation.
Bei der Automatisierung stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Muss ein historisch gewachsener Prozess tatsächlich eins zu eins in einem kundenspezifischen Spezialsystem abgebildet werden?
HTI Automation verfolgt hier einen anderen Ansatz. Zunächst wird geprüft, welches bestehende Automatisierungssystem den Prozess bereits möglichst weitgehend abbilden kann und welche Anpassungen tatsächlich erforderlich sind.
Erst wenn sich besondere Anforderungen mit einer bestehenden oder angepassten Plattform technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll umsetzen lassen, kommt individuelles Engineering zum Einsatz.
Vom Prozess zur passenden Automatisierung
Am Anfang steht deshalb nicht die Frage nach möglichst vielen Funktionen, sondern nach dem tatsächlichen Prozess:
Welche Tubes oder Vials werden verarbeitet? Welche Arbeitsschritte wiederholen sich? Welche Flüssigkeiten müssen dosiert werden? Welche Mengen und Varianten fallen an? Welche Prozessschritte sind zwingend erforderlich - und welche sind historisch gewachsen? Welche Daten müssen dokumentiert oder an übergeordnete Systeme übertragen werden?
Auf dieser Grundlage lässt sich bestimmen, welcher Automatisierungsumfang sinnvoll ist.
Mit der X-TubeProcessor® Serie bietet HTI unterschiedliche Systeme für automatisiertes Tube Handling, Liquid Handling, Filling & Dispensing, Capping & Decapping sowie Tube Labeling. Die Bandbreite reicht von klar abgegrenzten Anwendungen bis hin zu kombinierten und digital integrierten Workflows.
Mit X-TubeProcessor® SIGN steht beispielsweise eine Plattform für automatisiertes Tube Labeling zur Verfügung. X-TubeProcessor® BASIC verbindet Capping- und Decapping-Prozesse mit optionalen Kennzeichnungsfunktionen, während X-TubeProcessor® SMART 2.0 Dispensing, Capping und Labeling in einem kompakten System zusammenführt.
Für umfangreichere und stärker kombinierte Prozesse bietet HTI weitere Systeme wie X-TubeProcessor® FLEX und X-TubeProcessor® PROCEED.
Damit kann die Automatisierung entsprechend dem tatsächlichen Prozessumfang gewählt werden - von einer klar abgegrenzten Einzelaufgabe bis zu einem umfangreichen Gesamtworkflow.
Standardisierung schafft eine belastbare Basis
Standardisierte Plattformen bieten einen wesentlichen Vorteil: Viele technische Funktionen, Komponenten und Abläufe sind bereits entwickelt und erprobt.
Ein Standardsystem bedeutet dabei nicht, dass jeder Kundenprozess identisch aussehen muss.
Je nach Anwendung können beispielsweise Tube- und Vial-Formate, Pumpentechnologien, Prozessschritte, Barcode-Logiken oder digitale Schnittstellen berücksichtigt werden. Beim X-TubeProcessor® SMART 2.0 stehen beispielsweise unterschiedliche Pumpentechnologien für verschiedene Flüssigkeiten und Dosierbereiche zur Verfügung.
Auch auf Softwareseite lässt sich die Automatisierung an die jeweilige Prozessumgebung anbinden. Mit X-Control stehen unter anderem Funktionen für Job- und User-Management sowie die digitale Integration in bestehende Systeme zur Verfügung. Über REST/API-Schnittstellen können beispielsweise ERP-, LIMS- oder andere übergeordnete Systeme angebunden werden.
So entsteht eine Automatisierung, die auf einer bestehenden technischen Plattform aufbaut und dennoch gezielt auf die konkrete Anwendung ausgerichtet werden kann.
Engineering dort, wo Standard nicht ausreicht
Trotz eines hohen Standardisierungsgrades bleiben Anwendungen, bei denen besondere technische Anforderungen eine individuelle Lösung erforderlich machen.
Für solche Prozesse ist individuelles Engineering ein wichtiger Bestandteil des HTI-Portfolios . HTI entwickelt kundenspezifische Automatisierungslösungen insbesondere dann, wenn Anforderungen mit bestehenden Plattformen oder sinnvollen Anpassungen nicht ausreichend abgebildet werden können.
Das Leistungsspektrum reicht von Konzeptentwicklung und Konstruktion über Elektronik und Software bis hin zum Prototypenbau und zur Serienfertigung.
Damit verfolgt HTI bewusst keinen "One size fits all"-Ansatz. Entscheidend ist vielmehr, die technische Lösung so auszuwählen, dass sie zum Prozess passt - und nicht den Prozess an eine vorgegebene technische Lösung anzupassen.
_"Unser Ziel ist nicht, einen bestehenden manuellen oder semi-automatisierten Prozess um jeden Preis eins zu eins in einer Maschine nachzubauen", sagt Thomas Krüger, Geschäftsführer bei HTI Automation. "Wir prüfen zunächst, welche bestehende Plattform die Anforderungen bereits am besten erfüllt. Anschließend passen wir gezielt nur diejenigen Bereiche an, bei denen dies technisch oder prozessual tatsächlich notwendig ist."_
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
HTI Automation GmbH
Herr Thomas Krüger
Am Forst 6
85560 Ebersberg
Deutschland
fon ..: 08092-2092-70
web ..: https://hti-automation.com/de/
email : sales@hti-automation.com
HTI Automation mit Sitz in Ebersberg bei München entwickelt und produziert Systeme für die Automatisierung von Labor- und Produktionsprozessen.
Der Schwerpunkt liegt auf Tube und Liquid Handling, unter anderem mit Filling & Dispensing, Capping & Decapping, Tube Labeling sowie digital integrierten Workflows.
Mit der X-TubeProcessor® Serie bietet HTI standardisierte und anpassbare Automatisierungsplattformen für unterschiedliche Anforderungen. Ergänzt wird das Produktportfolio durch Engineering- und Entwicklungsleistungen für Anwendungen, bei denen besondere technische Anforderungen individuelle Automatisierungslösungen erforderlich machen.
Pressekontakt:
die marketingarchitekten
Frau Barbara Maurer
Fasanenstr. 22
85591 Vaterstetten
fon ..: 08106-9292326
email : hti@diemarketingarchitekten.de
Original-Inhalt von HTI Automation GmbH und übermittelt von connektar.de Presseverteiler
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