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28 Sitze, 2 Kandidaten: Das Risiko unbesetzter Mandate in Lilienthal

W wegbereiten.de / Wegbereiter 5 Min. Lesezeit · 987 Wörter · 20 Aufrufe Deutschland

Appell: Strategisch Wegbereiter wählen, nicht nur protestieren → bis zu 4 besetzbare Sitze

Der Artikel in 3 Sätzen:

Es gibt am Sonntag 28 Sitze in Lilienthal zu besetzen, die AfD hat nur 2 Kandidaten → Risiko leerer Sitze ab ~7,1%. Unbesetzte Sitze machen den Rat kleiner, dadurch steigt das relative Gewicht jener Kräfte, die Protestwähler eigentlich schwächen wollen.

Appell: Strategisch Wegbereiter wählen, nicht nur protestieren → bis zu 4 besetzbare Sitze

Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 geht es in Lilienthal nicht nur darum, _wie viele Stimmen_ eine politische Kraft erhält. Entscheidend ist auch, ob sie genügend Kandidaten aufgestellt hat, um die daraus entstehenden Mandate tatsächlich zu besetzen.

Gerade bei einem auf _28 Sitze begrenzten Gemeinderat_ kann schon ein einzelnes Mandat die politischen Kräfteverhältnisse spürbar verändern.

Die Zwei-Kandidaten-Grenze der AfD

Die AfD hat für den Gemeinderat Lilienthal nach eigenen Angaben lediglich _zwei Kandidaten_ aufgestellt. Das niedersächsische Kommunalwahlrecht regelt diesen Fall eindeutig: Erhält ein Wahlvorschlag mehr Sitze, als Bewerber auf ihm vorhanden sind, bleiben die darüber hinausgehenden Sitze _bis zum Ende der gesamten Wahlperiode unbesetzt_. ( Voris )

Bei 28 Sitzen ergibt sich als einfache Orientierung:

* _1 Sitz entspricht rechnerisch rund 3,57 %_
* _2 Sitze entsprechen rund 7,14 %_
* _3 Sitze entsprechen rund 10,71 %_
* _4 Sitze entsprechen rund 14,29 %_

Deshalb beginnt bereits _oberhalb von rund 7,1 Prozent_ ein Bereich, in dem der AfD unter bestimmten Gesamtergebnissen ein drittes Mandat zufallen kann. Sie könnte dieses mit nur zwei aufgestellten Kandidaten aber nicht besetzen. Je weiter das Ergebnis über 7,14% hinausgeht, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit eines 3. Mandats, was dann nicht besetzt werden kann.

Welche Folgen kann das haben?

Dabei ist eine Sache wichtig, um keine falsche Vorstellung zu erzeugen: _Ein nicht besetzbares AfD-Mandat wird weder CDU noch SPD, Grünen, Linken oder einer anderen Liste zugeschlagen._ Es bleibt schlicht _unbesetzt_. Genau das bestätigt § 36 Abs. 7 NKWG. Auch die niedersächsische Rechtsprechung hat ausdrücklich bestätigt, dass ein solches Mandat selbst dann unbesetzt bleibt, wenn dadurch Mehrheitsverhältnisse beeinflusst werden. ( Voris )

Politisch hat das dennoch Folgen.

Sind beispielsweise von vorgesehenen 28 Mandaten tatsächlich nur 27 oder 26 besetzt, verteilt sich die politische Entscheidungsmacht auf weniger Ratsmitglieder. Das _relative Gewicht jedes tatsächlich besetzten Mandates steigt_. Das kann auch Kräfte stärken, gegen die sich eine Protest- oder Veränderungsstimme ursprünglich richten sollte. Sollte später einer oder sollten beide gewählten Vertreter ausscheiden, gibt es bei nur zwei Kandidaten zudem keine weiteren Bewerber dieser Liste, die nachrücken könnten.

Genau deshalb lohnt sich bei einer Kommunalwahl der Blick nicht nur auf Parteinamen und Prozentzahlen, sondern auch auf eine oft übersehene Frage: _Wie viele Mandate kann eine Liste überhaupt personell besetzen?_

Vier Kandidaten - vier tatsächlich besetzbare Mandate

Wir treten mit 4 Kandidaten an in Lilienthal und im Landkreis Osterholz mit _Claus Tietjen, Ingo Wendelken, Christoph Meyer und Harald Rossol_ an.

Wir vier verfügen zusammen über rund _60 Jahre kommunalpolitische Erfahrung_: Damit können wir bis zu _vier errungene Mandate auch tatsächlich mit Kandidaten besetzen_. ( Politikexpress )

Mehr als Protest: kommunalpolitische Substanz

Ein weiterer Unterschied liegt im Ansatz. Wir verstehen uns ausdrücklich als unabhängige kommunalpolitische Wählergruppe und konzentrieren uns auf Themen, die unmittelbar in Gemeinde und Landkreis entschieden oder beeinflusst werden können: solide Finanzen, Verwaltung, Infrastruktur, Wirtschaft, Bildung, medizinische und pflegerische Versorgung sowie regionale Entwicklung, wie man unseren Beiträgen hier nachlesen kann.

Schnittmengen haben wir mit allen Parteien/Wählergruppen. Die größten auf dem Papier mit der CDU. Seit Bundeskanzler Merz und seiner CDU wissen wir aber auch, dass man vor der Wahl was anderes verspricht, als nach der Wahl gehalten wird, das verfälscht so ein Vergleich. Aber wir werden die Parteien an ihre Wahlkampfaussagen erinnern.

Damit steht neben der Frage der Kandidatenzahl eine zweite Frage im Raum:

_Wer kann nach dem Wahltag die praktische Arbeit im Gemeinderat tatsächlich leisten?_

Kommunalpolitik besteht fünf Jahre lang aus Haushalten, Ausschüssen, Anträgen, Bebauungsplänen, Schulen, Straßen, Verwaltung, sozialen Einrichtungen, Wirtschaftsförderung und hunderten Einzelentscheidungen. Protest kann ein politisches Signal sein. _Ein besetztes Mandat kann dagegen fünf Jahre lang abstimmen, Anträge stellen, kontrollieren und verändern._

Darum lohnt sich vor der Wahl ein genauer Blick

Wer einen Wahlvorschlag unterstützt, sollte deshalb drei Fragen kennen:

Wie viele Stimmen erhält er?
Wie viele Mandate entstehen daraus?
Und gibt es genügend Kandidaten, um diese Mandate tatsächlich zu besetzen?

Eine Kommunalwahl entscheidet sich nicht allein an Prozentzahlen. Entscheidend ist, was aus diesen Prozenten anschließend im Rat tatsächlich wird.

Stimmen schaffen rechnerische Mandate. Aber nur Kandidaten können diese Mandate auch ausfüllen.

Und bei nur 28 Sitzen kann bereits _ein einziger unbesetzter Platz_ die Kräfteverhältnisse im Gemeinderat spürbar verändern.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

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Herr Ingo Wendelken
Worphauser Landstraße 21
28865 Lilienthal
Deutschland

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email : ingo.wendelken@proton.me

Die Wählergruppe wegbereiten.de / WEGBEREITER ist eine unabhängige kommunalpolitische Bürgerinitiative im Landkreis Osterholz und in der Gemeinde Lilienthal. Sie versteht sich als freiheitliche, bürgernahe und sachorientierte Kraft, die kommunale Politik wieder stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausrichten möchte.

Im Mittelpunkt stehen solide Finanzen, transparente Verwaltung, starke Infrastruktur, sichere Gemeinden, gute Bildung, verlässliche medizinische und pflegerische Versorgung sowie der Erhalt regionaler Identität. Die Wählergruppe setzt auf pragmatische Lösungen statt ideologischer Vorgaben und möchte politische Entscheidungen nachvollziehbar, ehrlich und bürgernah gestalten.

Aus der früheren Bezeichnung QUERDENKER (seit 2013) ging durch Umbenennung 2022 die heutige Wählergruppe wegbereiten.de / WEGBEREITER hervor. Der neue Name steht für den Anspruch, nicht nur Kritik zu üben, sondern Wege aufzuzeigen, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Verbesserungen für Landkreis und Gemeinde vorzubereiten.

WEGBEREITER versteht Kommunalpolitik als Dienst an den Bürgern: unabhängig, bodenständig, freiheitlich und mit klarem Blick auf das, was vor Ort wirklich zählt.

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